Presse Kommentar – Nicht Avantgarde, sondern feige: Christentum als Freiwild für Gratismut

Zur Künstlerhaus-Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“: Man spuckt Gläubigen ins Gesicht und verlangt Dankbarkeit.

Manchmal ist die Chronologie entlarvender als jede Analyse. Vor einem Monat bedauerte Almuth Spiegler im Feuilleton noch die „maximale Unaufgeregtheit“ rund um die Ausstellung „Du sollst dir ein Bild machen“ im Künstlerhaus. Durch die Massierung der Tabubrüche sei der Skandal ausgeblieben. Nun, da der herbeigesehnte Aufschrei erfolgt ist, wurde am 5. 12. in einem Kommentar die rhetorische Keule ausgepackt: Wer sich über die Schändung christlicher Symbole empört, wird pauschal in die Ecke von „extrem rechten Gruppen“ gestellt. Diese Argumentation ist nicht stimmig. Man kann nicht einerseits die fehlende Energie eines „Clashes mit der Gesellschaft“ beklagen und andererseits jene, die sich daran stoßen, als Hetzer diffamieren.

Damit wir nicht nur theoretisch über Kunstfreiheit philosophieren, muten wir dem Leser ein konkretes Bild in der Ausstellung zu: „Mary’s Penis N°3“ zeigt die Muttergottes als Transfrau mit einem nackten, erigierten Penis in der Hand Jesu. Die rote Linie mag bei jedem woanders verlaufen. Bei mir ist sie hier erreicht.

Die Reaktion des Künstlerhauses auf Kritik folgt einem bekannten Muster, das alle Eltern kennen: „Es war ja nicht so gemeint.“ Die fehlende Verletzungsabsicht wird wie eine Monstranz vorangetragen. Doch im öffentlichen Raum zählt Wirkung, nicht nur Intention. Wenn Kuratoren behaupten, dies sei eine „liebevolle“ Annäherung, ist das Gaslighting: Man spuckt Gläubigen ins Gesicht und verlangt Dankbarkeit für den „stimmigen Dialog“. Das ist keine Kunstvermittlung, sondern öffentliche Demütigung.

Wäre eine vergleichbare Auseinandersetzung mit Mohammed denkbar? Würde man Thora-Rollen in Latex hüllen? Nein! Aber das Christentum ist Freiwild für Gratismut. Man tritt nach jenen, die keine Fatwa aussprechen, sondern Leserbriefe schreiben. Das ist nicht avantgardistisch, das ist feige.

Dabei geht es um weit mehr als um verletzte religiöse Gefühle. Es geht um das Fundament unserer Zivilisation. Der Historiker Tom Holland schreibt, dass das Christentum die „kulturelle DNA“ des Westens sei. Das Kreuz hat neu definiert, was es bedeutet, ein Held und somit ein Mensch zu sein. Es gab dem Schwachen unantastbare Würde. Wenn wir es nun mit Fäkalien assoziieren oder sexualisieren, greifen wir die Wurzel jener Humanität an, auf der selbst der säkulare Liberalismus steht. Wie Holland ausführt, erkannte Nietzsche hellsichtig: „Menschenrechtserklärungen waren nur Strandgut, das die zurückweichende Flut des Christentums zurückgelassen hatte: nichts weiter als ausgebleichte, ausgetrocknete Überreste.“

Ist das unsere „Leitkultur“?

Diese kulturelle Selbstvergessenheit ist nicht nur ein intellektuelles Problem, sie ist ein gesellschaftliches Risiko. In Wien haben über 50 Prozent der Menschen Migrationshintergrund. Viele Christen flohen zu uns, weil ihnen das Kreuz heilig ist, oft als einziges Gepäckstück aus brennenden Kirchen in ihrer Heimat. Und wie wirkt das auf Muslime? Welchen Respekt soll ein Zuwanderer vor einer „Leitkultur“ haben, die ihre heiligen Symbole in den Schmutz zieht? Wer seine Wurzeln verachtet, darf sich nicht wundern, wenn andere es ihm gleichtun.

Es ist kein Eingriff in die Kunstfreiheit, wenn Bürger Kritik üben. Kunstfreiheit bedeutet, dass der Staat nicht zensiert, nicht, dass der Bürger applaudieren muss. Es ist Zeit, uns nicht länger von infantilen Provokationen einschüchtern zu lassen. Wir müssen das Heilige nicht aus Bigotterie verteidigen, sondern aus Selbstachtung.

News

Christen im Visier des DÖW Rechtsextremismusberichts

Christen im Visier des DÖW Rechtsextremismusberichts

Ledóchowski/Dejmek: „Konzept der ‚Resonanzräume‘ ist eine gefährliche Form der Kollektivschuld und verharmlost echtes NS-Unrecht“
Mehr lesen...
Für dieses Kreuz haben wir geblutet

Für dieses Kreuz haben wir geblutet

Meldestelle Christenschutz: „Für dieses Kreuz haben wir geblutet“ – Christliche Flüchtlinge fassungslos über Skandal-Ausstellung
Mehr lesen...
Presse Kommentar – Nicht Avantgarde, sondern feige: Christentum als Freiwild für Gratismut

Presse Kommentar – Nicht Avantgarde, sondern feige: Christentum als Freiwild für Gratismut

Mehr lesen...
Skandal-Ausstellung“ empörend: Wolf als Priester und Maria als Transfrau

Skandal-Ausstellung“ empörend: Wolf als Priester und Maria als Transfrau

Mehr lesen...
Christliche Symbole als Freiwild? Scharfe Kritik an Kunstschau in Wien

Christliche Symbole als Freiwild? Scharfe Kritik an Kunstschau in Wien

Mehr lesen...
Statement Christenschutz.at

Statement Christenschutz.at

Statement der Meldestelle christenschutz.at zur Ausstellung "Du sollst Dir ein Bild machen"
Mehr lesen...
Zerstörung und Schmiererei: Hass-Serie gegen christliche Einrichtungen in Wien

Zerstörung und Schmiererei: Hass-Serie gegen christliche Einrichtungen in Wien

Rote Farbe, die an Blut erinnert, ein geschändetes Denkmal für Nazi-Opfer, mysteriöse Botschaften: Innerhalb der vergangenen 10 Tagen wurden vier christliche Gebets- und Gedenkstätten Opfer von Vandalismus. Die Wiener Volkspartei sowie die Meldestell
Mehr lesen...

"Christenfeindlichkeit" - Kirche in Wien attackiert

Innerhalb von zehn Tagen wurden in Wien mehrere christliche Orte Opfer von Vandalismus. Neben das Tor der Paulanerkirche wurde rote Farbe geschmiert.
Mehr lesen...
Serie von Schändungen erreicht alarmierendes Ausmaß in Wien

Serie von Schändungen erreicht alarmierendes Ausmaß in Wien

Ledóchowski/Dejmek: „Diese Angriffe sind keine isolierten Vorfälle“
Mehr lesen...
Tränen, weil die Lehrerin Christin ist

Tränen, weil die Lehrerin Christin ist

Auszug aus einem Artikel der Tageszeitung "Der Standard"
Mehr lesen...
Kronen Zeitung berichtet

Kronen Zeitung berichtet

Kirchenschändung: Hass-Parolen schockieren
Mehr lesen...
Einbruch in die Karlskirche durch Antifa vermutet

Einbruch in die Karlskirche durch Antifa vermutet

Erklimmen der Karlskirche durch die Antifa ist ein bedrohliches Signal für alle Christen
Mehr lesen...
Kronen Zeitung berichtet

Kronen Zeitung berichtet

„Christenfeindlich!“ Meldestelle zürnt, beschuldigte Antifa schweigt bisher.
Mehr lesen...