Christliche Symbole als Freiwild? Scharfe Kritik an Kunstschau in Wien

Eine neue Ausstellung im Wiener Künstlerhaus sorgt für massive Empörung. Mehrere Werke, die zentrale Symbole des Christentums verzerren, sexualisieren oder ins Groteske ziehen, werden von vielen Gläubigen als gezielte Herabsetzung des Heiligen empfunden.

Unter dem Titel „Du sollst dir ein Bild machen“ präsentiert die Schau unter anderem:

  • eine Figur im Priestergewand mit Wolfskopf und gefletschten Zähnen,

  • den berüchtigten „gekreuzigten Frosch“, der bereits europaweit Proteste ausgelöst hat,

  • ein mit Latexnoppen überzogenes Kruzifix,

  • sowie eine Darstellung der Gottesmutter Maria als Transfrau – inklusive expliziter Sexualisierung.

Diese Häufung provokativer Darstellungen sorgt für Fassungslosigkeit.

Jan Ledóchowski bringt die Kritik auf den Punkt: „Hier werden zentrale Symbole unseres Glaubens gezielt herabgewürdigt. Bestimmte Darstellungen wären im Kontext des Islam oder Judentums nicht denkbar. Warum ist gerade das Christentum Freiwild für Obszönitäten?“

Der Kurator betont, die Ausstellung wolle „herausfordern“ und nicht verletzen. Dennoch wird zunehmend die Frage laut, ob derartige Darstellungen, zumal mit öffentlichen Geldern ermöglicht, eine Grenze überschreiten.

Der Fall zeigt erneut, wie angespannt das Verhältnis zwischen Kunstfreiheit und Respekt vor religiösen Gefühlen ist. Die Debatte wird weit über das Künstlerhaus hinausreichen: Wie geht eine pluralistische Gesellschaft mit Symbolen um, die Millionen Menschen heilig sind – und wo endet die Provokation, wo beginnt die Herabwürdigung?

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